Max Eichenhain:

2034

Der Abschied vom Abendland

Der Islam erobert Europa durch Einwanderung und hohe Geburtenraten – eine Anti-Utopie voll brisanter Fakten zeigt den dringenden Handlungsbedarf!

Von Felix Struening

Im Jahr 1516 beschrieb Thomas Morus in seinen Roman „Utopia“ eine ideale Gesellschaft mit demokratischen Grundzügen und übte so zugleich Kritik an den bestehenden Verhältnissen. Die starke Prägung nachfolgender Autoren durch dieses Buch führte dazu, dass die Utopie ein literarischer Gattungsbegriff wurde. Im Zeitalter der Industriellen Revolution folgte ihr dann die Anti-Utopie, die meist über Bedingungen totalitärer und freiheitsraubender Machtstrukturen berichtet. Herausragende Werke veröffentlichten beispielsweise H. G. Wells („Die Zeitmaschine“), Aldous Huxley („Schöne neue Welt“) und Ray Bradbury („Fahrenheit 451“). Eine der eindringlichsten Anti-Utopien schrieb 1948 George Orwell mit „1984“. Seine Zukunftsversion bestach durch unmenschliche Überwachung, Geschichtsmanipulation und Gleichschaltung. Der durch den fiktiven Machtapparat verwendete Propagandaslogan „Big Brother is watching you!“ wurde zur weitverbreiteten Redensart und stand Pate für weit niveaulosere TV-Shows.

Unter dem Titel „2034“ knüpft nun Max Eichenhain (Pseudonym) an den großen literarischen Vorgänger an, was natürlich immer übertrieben wirkt. Das Mittel der (Anti-)Utopie, auf eine mögliche oder wahrscheinliche Zukunft hinzuweisen und so gegenwärtige Zustände zu kritisieren, wird aber erfolgreich angewandt. Das Buch beschreibt den Abschied vom Abendland: Im Jahr 2034 ist Deutschland bzw. der Handlungsort Köln von türkischen Nationalisten und Islamisten durchsetzt, die Sicherheitslage für Islamkritiker ist hochgefährlich. Dabei versucht sich der Autor in einer Mischung aus Sachbuch und Kriminalroman, die leider etwas aufgesetzt bleibt. Die zitierten Fakten, erzähltechnisch meist als Vorträge und Diskussionen eines kritisch-intellektuellen Freundeskreises eingebaut, beinhalten jedoch eine enorme politische Sprengkraft.

„Der Islam ist die welthistorische Alternative zur westlichen Zivilisation mit ihrem Individualismus, ihren Menschenrechten und ihrer Demokratie!“

Als einer der wenigen traut sich der Autor die jetzige Realität zu benennen: Der politische Islam, insbesondere türkischer Prägung, will Europa als selbstständigen Kulturraum zerstören und in sein Herrschaftsgebiet übernehmen. Es soll zum „Dar al-Islam“, dem „Haus des Islam“ gemacht werden, dass von der islamischen Gemeinschaft, der Umma, beherrscht wird. Insbesondere extremistische Organisationen wie „Milli Görüs“ und die „Muslimbruderschaft“ versuchen in Deutschland dieses Ziel seit Jahren voranzutreiben.

Auf der anderen Seite versuchen unsere Politiker und viele Intellektuelle der Altachtundsechziger keine Gelegenheit auszulassen, sich dem Islam im Namen der Multikulti-Gesellschaft anzubiedern. Anstatt mit einer vernünftigen Familienpolitik für einheimischen Nachwuchs zu sorgen, werden immer wieder und weiter (vor allem muslimische) Billiglohnkräfte nach Europa geholt, Ehegattennachzug, Familienzusammenführung und Moscheenbau lassen Parallelwelten entstehen. Während die deutsche Bevölkerung stetig abnimmt, werden die Türken bei fortgesetzter Immigration schon Ende dieses Jahrhunderts die Mehrheit stellen. Der EU-Beitritt der Türkei beschleunigt diesen Prozess sogar um ca. zehn Jahre.

Im vorliegenden Kriminalroman lässt der Autor den türkischen Geheimdienst eben solche gezielten Pläne zur Eroberung Europas durch den Bauch der Frauen aussprechen: „Und diesmal bewerkstelligen wir die größte Eroberung aller Zeiten mit Hilfe unseres überlegenen strategischen Denkens – und mit unseren Frauen, die wir dank des Islams fest im Griff haben!“ Wem das nun übertrieben scheint, der sei an ein Zitat des türkischen Gründers von „Öger Tours“, Vural Öger, erinnert. In der türkischen Zeitung Hürriyet sagte er: „Das, was Sultan Süleyman mit der Belagerung Wiens 1683 begonnen hat, werden wir über die Einwohner, mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen, verwirklichen.“

Es ist eine Minute vor Zwölf für Europa

Die Lektüre wird durch zahlreiche Quellenangaben bereichert, die zeigen, dass der Autor mit seinen Behauptungen durchaus Recht hat und Deutschland bzw. Europa kurz davor steht, seine Werte gänzlich für ein bisschen Öl und Ansehen im Nahen Osten zu verkaufen. Vor allem die erste Hälfte des Buches ist leider durch eine jüdisch-christliche Werte-Argumentation geprägt, die natürlich immer die Gefahr birgt, ebenfalls als religiös ausgehebelt zu werden. Im zweiten Teil präzisiert sich Max Eichenhain jedoch auf vor allem wirtschaftspolitische Beweisführungen, die sich auf jetzige reale deutsche und europäische Studien berufen. Neben diesen Fakten macht der Autor konkrete Vorschläge, wie unsere Parteiendemokratie erhalten und verbessert werden kann. In diesen non-fiktionalen Elementen liegt die wirkliche Stärke des Werkes, weshalb ihm die Form eines Sachbuches wesentlich besser stünde.

Die Romanmaske ist zwar immer wieder recht spannend, überzeugt aber stilistisch nicht wirklich. Die Charaktere bleiben blass und zu gewollt archetypisch: sie sind immer großgewachsen, durchtrainiert, etc. Was die Erzählung aber deutlich zeigt, ist, dass es jetzt noch möglich sein mag, am Islam in Europa Kritik zu üben. Geschieht dies nicht, dürfte das in gut zehn Jahren sehr gefährlich sein. Schon jetzt schreibt der Autor unter einem Pseudonym und Morddrohungen gegen zahlreiche Kritiker wie Udo Ulfkotte oder Ayaan Hirsi Ali beweisen die organisierte Gewalt des politischen Islams im Namen von „Milli Görüs“ oder der „Muslimbruderschaft“. Es ist an der Zeit, unsere Politiker dazu zu bringen, den Willen des Volkes auszuführen. Und der besagt unter anderem, dass die Türkei auf keinen Fall in die EU darf. Max Eichenhain hat dies mit „2034“ getan. Mögen ihm viele folgen.

(Rezensiert am: 2008-09-12)

Max Eichenhain: 2034. Der Abschied vom Abendland, Verlag Max Eichenhain, 2007, ISBN-13: 9783000233678, 9.80 €


BuchTest Services



Bookmark and Share


powered by eurobuch.com

Politik | Länder & Kulturen | Job & Karriere | Mensch & Leben | Philosophie |



© Copyright Buchtest.com Impressum Kontakt Buchtest.com Buchkritiken und Buchrezensionen Online

Buchkritiken | Rezensionen | Besprechungen | Autoren-Interviews

World Wide Web BuchTest

Startseite | Redaktion | Blog | Links | Kontakt
Hier könnte Ihre Werbung stehen.

BuchTest.de ist ein anspruchsvolles Online-Medium mit mehreren Tausend Lesern monatlich. Unsere Zielgruppe sind gebildete Menschen im besten Alter.

BuchTest.de erscheint in der Regel bei allen besprochenen Büchern unter den ersten drei bis fünf Suchergebnissen bei Google. Der hohe PageRank und der umfangreiche Traffic von BuchTest bringt Ihrer Webseite den richtigen Push.

Kontaktieren Sie uns jetzt für günstige Werbung: info@buchtest.de